Ken Zen Kan Heidelberg e.V.

Turniere

Am 14. November 2015 fanden in Hanau die Deutschen Kendomannschaftsmeisterschaften statt. Neun Bundesländer schickten insgesamt 14 Mannschaften ins Rennen um die Deutsche Meisterschaft. Wir Badener haben in mehreren Trainingseinheiten zwei Teams aus den Vereinen Offenburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Bruchsal zusammengestellt. Lutz Vogt, Luca Klein, Holger Vetter, Andre Mayer, Florian Hauser und Hermann Müller gingen für „Baden 1“ an den Start. Josef Santo, Markus Schneckenburger, Simon Dehne, Simon de Silva, Rene Hung und Frank Gottschalk starteten als „Baden 2“.

Baden 1 startete mit einem Sieg im Vierer Pool gegen Bayern 2, aber unterlag KenVO (dem späteren Dritten) recht deutlich. Da aber in der Unterbewertung die unentschiedenen Kämpfe höher bewertet wurden als die erzielten Treffer, kam trotz Niederlage „Bayern 2“ weiter.

Für „Baden 2“ lief es besser. Sie konnten mit Siegen gegen „Württemberg 2“ und „Südwest“ den Gruppensieg erringen. In der anschließenden K.O. Runde unterlagen sie zwar dem späteren Sieger „Berlin 1“, trotzdem haben sie es den Berlinern so schwer wie möglich gemacht und wurden somit fünft-bestes Team Deutschlands! Berlin besiegte in einem spannenden Finale äußerst knapp „Hessen 1“. Der zweite dritte Platz ging an „Hessen 2“. Bei den Damen konnten das Team „Hessen 1“ gegen „Bayern“ den Sieg erringen. Die beiden dritten Plätze gingen an „Hessen 2“ und „KenVO“.

Auch wenn sich in unserer ersten Mannschaft eine gewisse Enttäuschung breit gemacht hat, so war es doch ein schönes Turnier und besonders die Vorbereitung hat sehr viel Spaß gemacht. Es wäre schön, wenn wir im nächsten Jahr wieder 2 Mannschaften zusammen kriegen würden und uns gemeinsam vorbereiten!

Man könnte es in einem Satz zusammenfassen mit: „Wir haben keinen der ersten drei Plätze gemacht und sind in der ersten Team-Runde rausgeflogen“. Punkt. Aber trotzdem werde ich etwas ausführlicher schreiben, um vielleicht den ein oder anderen (wieder) zu motivieren an einem Turnier teilzunehmen. Außerdem war es Simons Tag (Jonathan hatte seinen ja schon im Dezember in Lich). Trotz frühem Aufstehen, Rumgehänge und Hunger hat man hinterher und während des Turniers immer viel zu erzählen. Dann geht es ganz plötzlich los, man hat keine Zeit sich aufzuwärmen und hinterher tut einem alles weh. Und man fragt sich, warum man das tut.. Aber jedes Turnier ist anders und bringt andere Erfahrungen mit sich. Hier also der Tag:

Im Kyu Turnier wurden Jonathan und Simon in einen Pool gesteckt. Ganz schlecht --- für den dritten im Pool. Wie zu erwarten war, kommen beide weiter. Jonathan kommt leider direkt gegen einen starken Gegner, Aktürk aus Frankfurt. Der gewinnt nur knapp mit einem Ippon und Jonathan muss leider auf die Tribüne. Gut für mich. Jetzt hab ich wieder jemanden zum Quatschen. Simon hatte einen Bilderbuch-Lauf. Nach zwei gewonnenen Kämpfen raus aus dem Pool, dann direkt im Anschluss wieder drei Kämpfe ohne große Pause. Beim Kampf gegen Veelke landet Simon einen Katate-Tsuki, bei dem alle drei Fahnen gleichzeitig hochschießen und ein „Wowww...“ durch die Zuschauer raunt. Beim letzten dieser drei Kämpfe muss er sich leider dem späteren Erstplatzierten Tranh geschlagen geben. Aber zu einem Platz auf dem Treppchen hat nicht viel gefehlt.

Mein Freilos hat mir nicht viel genützt. Den ersten Kampf danach zwar gewonnen, aber gegen Kozaki rausgeflogen. Ende. Trotzdem ist es klasse gegen Leute wie Kozaki zu kämpfen. Passiert nicht jeden Tag. Da wir nur zu dritt waren, wurden uns beim Mannschaftsturnier zwei Kämpfer mit wenig Erfahrung zugeteilt, die sich aber wacker geschlagen haben (übrigens auch eine dieser schönen Nebenerfahrungen: man lernt mal eben zwei Leute kennen, formt ein Team und fiebert zusammen).

Unsere ersten (und einzigen...) Gegner beim Mannschaftsturnier waren Französinnen. Nicht irgendwelche. Nein, wir durften gegen das Damen-Nationalteam verlieren. Aber: Jonathan hatte an Position 1 den Kampf erst am Ende der Kampfzeit knapp verloren. Simon hat an der 4. Position gegen eine Kämpferin mit 4. Dan (Marie Reviron) 2:1 gewonnen!!! Chapeau!! Mein Hikiwake gegen die Taisho (Stolarz) hat nichts gebracht. So konnten wir dann den Rest des Turniers genießen. Die Französinnen wurden dann übrigens zweite nach Katana Frankfurt. Für diejenigen unter uns, die öfter zu Turnieren gehen war das alles sicher nichts Neues. Aber wer noch nicht bei einem Turnier gekämpft hat, sollte es mal probieren. Man lernt immer etwas dazu und sieht schönes Kendo. Es lohnt sich.

Lutz Vogt

 

Playlist zum Turnier findet sich hier (einfach laufen lassen - insgesamt 10 Videos aller Heidelberger Einzelkämpfe):